Neue Sachlichkeit

Nach dem 1. Weltkrieg kristallisierte sich eine neue Kunstästhetik unter dem Postulat ‚Rückkehr zur Ordnung‘ heraus. Den Traumata des Krieges, der Wirren der Nachkriegsjahre und der politischen und gesellschaftlichen Situation eines Landes im Umbruch gegenüber stand der Wunsch nach Stabilität und Sicherheit, woraus sich die ‚Neue Sachlichkeit‘ als neue Formensprache mit einer klaren Bildordnung auch in Verbindung mit sozialen Themen, Technikbeflissenheit und einer oft emotionslosen Darstellung von z.B. Alltagsgegenständen artikulierte.

Zum 100. Jahrestag der Ausstellung ‚Die Neue Sachlichkeit – Deutsche Malerei seit dem Expressionismus‘ in der Kunsthalle in Mannheim und einer Welt, die zunehmend geprägt ist von Umbruch, Unsicherheiten und dem Verlust des Althergebrachten ist es vielleicht an der Zeit, sich eine ‚Neue Neue Sachlichkeit‘ vorzustellen, mit zeitgenössischen Fotografien im Sinne eines Albert Ranger-Pratsch und seinen Mitstreitern?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert